Monatsarchiv für April 2009

Japan emanzipiert sich von China

Dominik 30. April 2009

So langsam formt sich die grafische Gestaltung des Blogs und mein Kopf ist voll mit möglichen Themen, aber letztendlich fehlt mir die Zeit zur Realisierung.

Im Literaturkurs von Herrn Prof. Meyer befassten wir uns Heute mit den Tagebüchern aus der Heian Zeit. Damals bildete sich zum ersten Mal die Hiragana Silbenschrift und es brach eine Epoche der Emanzipation von China in Japan an. Bis dato galt es als besonders gebildet in Kanbun (Chinesisch) zu schreiben und die neu entwickelte Hiragana Schrift blieb den Hofdamen vorbehalten, welche keine Kanji schreiben sollten.

Vor allem das Tôsa Nikki (Tôsa Tagebuch) von Ki no Tsurayuki gilt als Wegbereiter für die Japanische Literatur. Aus bis dato nicht 100% geklärten Gründen gab sich der Autor damals als Frau aus, wahrscheinlich um in der Hiragana Schrift schreiben zu können. Andere Theorien sehen vor, dass die Gefühlsebene des Tagebuches nicht zu einem Mann passte und Ki no Tsurayaki aus diesem Grund die Maskerade einer Schriftstellerin nutzte. Letztendlich war es aber wohl einfach nur ein cleverer Schachzug um das Interesse an seiner Literatur anzukurbeln.

Sofern ich am Wochenende Zeit finde, werde ich den 1. Teil der Japanischen Geschichte online stellen.

Ki no Tsurayuki bei Wikipedia

Premierminister mit Spende an Yasukuni Schrein

Dominik 29. April 2009

Der Japanische Premierminister Taro Aso hat, nach Angaben von Beratern, am vergangenen Mittwoch eine Geldspende in Höhe von 50.000 Yen an den Yasukuni Schrein getätigt. Laut Angaben soll die Spende auch offiziell im Namen des Premierministers durchgeführt worden sein. Dies geschah im Rahmen eines Shinto Frühlingsfestivals.

Im Gegensatz zu den Besuchen des früheren Premier Koizumi blieb die Kritik aus China und Korea eher gering.

China und Korea haben in der Vergangenheit immer wieder starke Kritik an den Besuchen des Schreins durch Politiker geübt. In selbigem werden unter anderem 14 A-Klasse Kriegsverbrecher verehrt, was vor allem durch die Trennung von Staat und Religion in Japan immer wieder für Diskussionen sorgt.

Quelle: Asahi Shinbun
Zum Artikel bei Asahi Shinbun

Hähnchenschenkel Teriyaki

Dominik 28. April 2009

Teriyaki und Huhn/Hähnchen sind in Japan ein geschmackvolles Duo, dass sich großer Beliebtheit erfreut.

Zutaten (4 Personen):
neutrales Pflanzenöl
4 Schenkel vom Hähnchen (entbeint)
etwas Sansho Pfeffer zum servieren

6 Esslöffel Soyasoße
6 Esslöffel Sake (Reisswein)
6 Esslöffel Mirin (Kochsake)
1 Esslöffel Zucker

Hähnchenhaut mit einer Gabel einstechen, damit sie sich beim braten nicht zusammenzieht.

Zutaten für die Soße bei mittlerere Hitze zum kochen bringen bis der Zucker aufgelöst ist.
Danach zur Seite stellen

Hähnchen mit dem Öl in einer Pfanne 3 Minuten braten bis goldbraun. Wenden und weitere 9-10 Minuten
garen (Deckel drauf). Entnehmen und warm halten.

Soße in die benutzte Pfanne geben, so das sich der Bratensatz löst und mit einbindet. Nach wenigen Minuten
wird sich die Soße verdicken.

Hähnchen dazu geben und weitere 3 Minuten garen. Mehrmals wenden. In Stücke schneiden, mit Pfeffer servieren.

Schweinegrippe bei Google Maps

Dominik 28. April 2009

Wie ich Gestern auf Chip gelesen habe gibt es die Schweinegrippe mittlerweile auf Google Maps.

Irgendwie finde ich das ja etwas geschmacklos…

Schauts Euch einfach selbst an, denn auf der Weltkarte sind alle bestätigten und verdächtigen Fälle eingetragen.

Link zu Google: (man muss rauszoomen)
Schweinegrippe bei Google Maps

Ueno Zoo 上野動物園

Dominik 28. April 2009

Hinter dem Ueno Bahnhof, in einem der beliebtesten Parks um sich das Blühen der Kirschblüten anzusehen, liegt der Ueno Zoo.

Ueno Zoo

Ueno Zoo

Der Zoo wird direkt durch die Stadt verwaltet und wurde 1882 gegründet. Somit ist er der älteste aber auch gleichzeitig der beliebteste Zoo in Japan. Während des Zweiten Weltkriegs sollten alle “gefährlichen” Tiere des Zoo`s vergiftet werden um zu verhindern, dass im Falle eines Bombenabwurfest wilde Löwen und Elefanten etc. durch die Straßen von Tokio rennen. Die 3 Elefanten des Ueno Zoo`s jedoch weigerten sich das vergiftete Futter zu sich zu nehmen und verhungerten damals qualvoll.

Der einzige Panda des Tierparks starb während meines Aufenthalts 2008. Dank der Hilfe Chinas jedoch gibt es mittlerweile ein Leihpärchen.

Der Park ist im übrigen zweigeteilt und wird durch eine Einschienenbahn verbunden. Der Eintrittspreis ist mit 600 Yen / Person sehr moderat, allerdings sollte man sich nicht zu viel erwarten, denn der Zoo platzt aus allen Nähten.

Hier setze ich auch meinen Kritikpunkt an, denn es war äußerst auffällig das sowohl Eisbären, als auch die Tiger einige starke Verhaltensstörungen aufweisen.

Ueno Zoo

Ueno Zoo

Demnach möchte ich eigentlich auch keine absolute Empfehlung für einen Besuch des Parks abgeben. Ich war doch reichlich schockiert über die Enge der Käfige und das absolut intollerante Verhalten einiger Japanischer Besucher, die unentwegt mit Blitzlicht fotografierten. Wer sich den Zoo ansehen möchte soll es machen, aber wer es nicht tut verpasst auch nichts.  Es gibt eindeutig schönere Zoo`s im Gebiet Tokio die man aufsuchen sollte.

Eisbär

Eisbär

Linktipp:
Tokyo Zoo

Chanpuru (チャンプルー) - Okinawa Gericht

Dominik 28. April 2009

Das bis dato einzige Rezept für Chanpuru, dass ich finden konnte im Netz.

Zutaten:

1x Goya (Bittermelone)

1x Baumwoll-Tofû (木綿豆腐 momendôfu)

1x ca. 200 gramm Schweinefleisch in gut essbare Stücke geschnitten

2x Eier

1x Gemüsezwiebel

1x Soyasoße

2x Teelöffel Sake

1x 1/2 Telöffel Salz

1x Öl zum braten (z.B. Sonnenblumenöl)

2x Esslöffel Misopaste

1x Bonito Flakes zum garnieren
Und da ich zu faul zum tippen bin, hier ein Video :)

Chanpuru Video von Youtube

Goya die Dämonenfrucht

Dominik 28. April 2009

Im Süden Japans, fern ab der Hektik der großen Metropolen, dort wo die Menschen mit der höchsten Lebenserwartung auf diesem Planeten leben, dort ist Goya ein beliebtes Nahrungsmittel.

goya

Die Rede ist natürlich von Okinawa und was in Deutschland unter dem Namen “Bittermelone” bekannt ist wird dort vornehmlich in Form des Gerichtes “Chanpuru” (チャーンプルー) zubereitet.

Dieses einer Gurke mit Stacheln ähnelnde Gemüse zeichnet sich vor allem durch seinen sehr bitteren Geschmack aus, weshalb es vor allem im Sommer gerne und oft verzehrt wird, da es angeblich gegen die Hitze hilft.

Bei der Zubereitung wird der geschmacklose, samenhaltige, weiße Teil entfernt und nur der grünliche verwendet.

Bei uns hört sie auf den Namen “Balsambirne” und gehört zu den Kürbisgewächsen. Durch den hohen Vitamin C Gehalt und die Blutzucker regulierende Wirkung, wird die Goya in einigen Ländern bei der Erkrankung Diabetes Typ II eingesetzt.

In Kürze werde ich auch ein relativ einfaches Rezept online stellen, denn ich persönlich finde diese Pflanze sehr schmackhaft, und das liegt nicht nur an meiner Liebe zu Okinawa.

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