Politik

Atomwaffen in Japan?

Dominik 23. November 2009

Laut einem Artikel der Basler Zeitung berichteten die Mainichi Shinbun, sowie die Yomiyuri Shinbun am Sonntag über das Auftauchen geheimer Dokumente, welche einen Atomwaffen-Deal zwischen Japan und den USA aus den 60er Jahren bestätigen.

Dies fand ein von der DPJ eingesetztes Untersuchungsteam heraus und informierte den japanischen Außenminister Katsuya Okada darüber. Der Vertrag über den Transport von Atomwaffen auf japanischem Festland steht entgegen den 1968 geäußerten 3 Anti-Nuklear-Prinzipien der japanischen Regierung, nach denen Japan weder Atomwaffen besitzen, herstellen, oder deren Existenz auf japanischem Territorium dulden wird.

In welchem Rahmen Gebrauch von diesen geheimen Verträgen gemacht wurde scheint noch unklar zu sein.

Yasukuni Schrein

Dominik 28. August 2009

Gestern habe ich eine der interessantesten Diskussionen seit langem geführt. Ausgangspunkt war das Video eines Kanadiers (merci Martin), der vor dem Yasukuni Schrein rechtsorientierte Japaner mit einer äußerst provokanten Frage konfrontierte. Wörtlich sagte er, sofern ich es wegen der Lautstärke richtig verstanden habe:

„Wenn Sie Deutscher wären, dann würden Sie festgenommen werden, was meinen Sie dazu“.

Dazu muss man erstmal die Hintergründe kennen. Im Yasukuni Schrein in Tokyo wird den Seelen der im Krieg verstorbenen Japaner gedacht und auch die Seelen von einigen Kriegsverbrechern gehören dazu. Seit Jahren gibt es, vor allem von China und Korea, große internationale Kritik an den Besuchen des Premierministers, am 15. August, am Schrein. Man muss den Aspekt bedenken, dass es in Japan eine strickte Trennung zwischen Staat und Religion gibt, die auch in der Verfassung niedergeschrieben ist. Wenn der Premierminister also am 15.08 mit Limousine und Gefolge dort auffährt, erweckt dies nicht gerade den Eindruck, als sei er privat dort.

Nachdem der Kanadier diese Worte gesprochen hatte, gab es erstmal ziemlichen Ärger mit den Anwesenden Rechtsorientierten. Viel interessanter war aber das Gespräch mit meinem Chef, nachdem ich ihm das Video gezeigt habe.

Hier mal meine kleine Zusammenfassung der Infos die ich daraus gezogen und interpretiert habe:

Da es gegen Ende des Krieges in Japan kaum noch Flugzeugträger und Benzin gab um die Flugzeuge zu betanken und letztendlich sogar aus Zuckerrohr und allem möglichen Benzin gewonnen wurde, tankte man die sie nur halbvoll, woraus letztendlich die Kamikaze (Götterwind) Angriffe geboren wurden. Man wurde also in den Krieg geschickt unter der Voraussetzung, für sein Land und die Menschen dort zu sterben. Das war von Beginn an klar und aus diesem Grund wird den Seelen der Verstorbenen im Schrein für diese Uneigennützigkeit gedankt. Man muss also auch sehen, dass nicht nur Rechte den Yasukuni Schrein aufsuchen, sondern vor allem Mütter, Väter und die restlichen Familienangehörigen der damals Verstorbenen, um den Seelen zu gedenken. Dementsprechend ist das, was der Herr aus Kanada gemacht hat, ähnlich wie in eine katholische Kirche zu gehen und zu sagen „euer Gott ist ein schlechter Gott“. Ich denke, dass Kritik durchaus angebracht ist, aber vielleicht sollte man versuchen diese nicht ganz so radikal und für einige Leute, deren Intention nicht ist den Kriegsverbrechern zu danken, verletzend zu übermitteln wie in diesem Fall.

Die Idee hinter dem Yasukuni Schrein basiert schließlich nicht darauf Rechtes Gedankengut zu unterstützen, sondern Familien einen Ort zu stellen, wo sie ihrer Verstorbenen gedenken können. Das es auch heute noch sehr viele Rechte gibt die diesen Ort missbrauchen und das japanische Politiker keinen Sinn für Internationalität und Feingefühl haben ist wiederum eine andere Sache, die kritisiert werden muss.

Eine Sache zu verurteilen ist einfach getan, aber die politischen, sozialen und religiösen, vielleicht sogar kulturspezifischen Hintergründe zu sehen und in Bezug zu einander zu setzen, ist dagegen weitaus schwieriger und Bedarf einer gewissen Dosis Feingefühl.

PS: nachdem das ganze fuer Missverstaendnis bei Martin und vielleicht auch anderen gesorgt hat und im Text nicht deutlich rueber kam, hier noch einmal meine Meinung

Den Besuch des Premier und anderer Politiker muss man kritisieren, da er der Trennung von Staat und Religion in Japan entgegensteht und den internationalen Beziehungen schadet. Die Rechten in Japan muss man ebenfalls kritisieren. Ich denke jedoch, dass ein anderer Ton und ein anderer Ort angebrachtet waeren als in dem Video. Im Ausland sorgt das fuer Zustimmung, aber in Japan wird es das schlechte Image der Auslaender, die ja eh schon keine Ahnung von jap. Kultur haben, nur noch verschlechtern und absolut nichts veraendern. Des Weiteren ist es beleidigend fuer die Personen die dort Ihrer Toten aus dem Krieg gedenken und mit rechtem Gedankengut nichts am Hut haben.

 

Machtwechsel in Japan: Wird die LDP abgelöst?

Dominik 20. Juli 2009

Wie ich eben gelesen habe hat Premierminister Taro Aso für den letzten Sonntag im August die Neuwahlen festgesetzt. Augenscheinlich herrscht in Tokios Politikdschungel ein Gerangel um die dicksten Bananen und die Liberaldemokratische Partei, die seit 1955 bis auf 2 Jahre ohne Unterbrechung regierte, scheint in sich zerrüttet. Die stärksten Gegner von Aso befinden sich nämlich in der eigenen Partei und gerade erst wurden 135 Stimmen in der LDP gesammelt um ihn abzusetzen. Das schafft beim Volk natürlich nicht gerade viel Vertrauen, vor allem nicht wenn viele Namen auf der Liste das Vorhaben nicht unterstützen, und so hält der Parteienforscher Yasunori Sone von der Keio einen Machtwechsel durch die erstarkte DPJ für durchaus denkbar.

Bedenkt man das in den letzten 4 Jahren vier verschiedene Premier das Land regierten so muss man sich tatsächlich fragen, ob es nicht mal Zeit ist für frischen Wind in Tokio. Viel zu lange schon konnte sich dieses System aus Vererbung von Parlamentsmandaten über Wasser halten.

Das die Regierung einige Millionen Datensätze über Ein- und Auszahlungen der Rentenversicherung vertrödelt hat liefert dem Oppositionsführer Yukio Hatoyama natürlich noch mehr Munition im Kampf um die Macht. Aber das sich das politische System im Zuge eines Machtwechsels komplett ändern wird bleibt zu bezweifeln.

Quelle: Tagesspiegel

Gotta rocket in my pocket

Dominik 5. Juli 2009

Meine Meldungen zum lieben Kim und seinen mit Playstation Elektronik gebauten Raketen haben, bedingt durch die tägliche Anzahl neuer Meldungen, ein wenig nachgelassen. Wer wie ich fleißig, die manchmal ganz nützlichen, Yahoo Nachrichten liest hat bestimmt schon gesehen, dass Gestern am Independence Day der USA 7 Kurzstreckenraketen von Nordkorea getestet worden sind. Die Raketen landeten im Japanischen Meer. Russland und China forderten Nordkorea auf die Sechser Gespräche wieder aufzunehmen (die 5 ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen + Nordkorea).

Momentan stagniert die Lage ein wenig. Kaum ein Tag vergeht an dem nicht irgendetwas getestet und irgendetwas “scharf kritisiert” wurde. Bleibt doch die Frage, was kann sich Nordkorea noch erlauben?
Quelle: yahoo.de

Nord Korea macht Druck und droht indirekt mit Krieg

Dominik 27. Mai 2009

Kurz nach dem Atombombentest hat der liebe Kim den Waffenstillstand mit Süd Korea von 1953 für ungültig erklärt. Der Grund dafür ist, dass Süd Korea einer US-Initiative gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen beitreten möchte. Im Falle eines Militärschlages von Seiten Nord Koreas sicherten die USA sowohl dem Süden, als auch Japan Unterstützung zu. Anscheinend hat unser “Great Dictator” auch die Atomanlage in Yonbyong wieder auf Touren gebracht, denn ein Spionagesatellit meldete Aktivitäten der Anlage.

Süd Korea reagierte vorerst wohl gelassen auf diese quasi “Kriegserklärung”. Wieder mal gut zu sehen, dass der Sicherheitsvertrag zwischen Japan und den USA doch noch Sinn macht in der heutigen Zeit. Wobei man ja zumindest sagen muss, dass Japan zwar nicht die größte, aber dennoch modernste Armee der Welt besitzt.

Hoffen wir mal das sich die Lage entspannt. Hunde die bellen, beißen nicht.

Quelle: Yahoo.de News
Yahoo Artikel

Nord Korea schießt scharf

Dominik 25. Mai 2009

Laut Aussage der staatlich kontrollierten Nachrichtenagentur KCNA, hat Nord Korea einen zweiten unterirdischen Atomtest durchgeführt. Damit will man, nach eigener Aussage, die atomaren Kräfte zur Selbstverteidigung stärken. Stimmen aus Seoul ließen verlauten, dass ein künstliches Erdbeben in der Stärke 4,5 gemessen wurde, was auf einen Atomtest deutet.

Somit spitzt sich die Lage um Nord Korea mal wieder zu, nachdem sich kurzzeitig eine Entspannung angedeutet hatte. Ich bin auf die Reaktionen der japanischen Regierung sehr gespannt und ob es weitere Wirtschaftssanktionen gegen Kim geben wird.

Quelle: Yahoo Nachrichten auf www.yahoo.de Link zu Yahoo

Eine Welt ohne Nuklearwaffen?

Dominik 1. Mai 2009

So sieht nicht nur der Traum von Präsident Obama, sondern anscheinend auch von der Japanischen Regierung aus. Denn im Rahmen von Obama`s Appell zur Abschaffung der Nuklearwaffen reagierte Tokyo damit, Anfang nächsten Jahres eine Konferenz zur Internationalen Abrüstung abhalten zu wollen.

Durch den Abwurf der Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima verfolgt Japan seit den 1960er Jahren die 3 Atomwaffen-Prinzipien (hikaku san gensoku). Diese besagen, dass Japan weder Atomwaffen besitzen noch herstellen soll. Des Weiteren dürfen keine Atomwaffen auf Japanischem Territorium gelagert oder transportiert werden.

Vor allem durch die permanente Bedrohung aus Nord Korea und den letzten Raketentest aus Pyonyang dürfte Japan sehr viel an einer solchen Konferenz gelegen sein.

Quelle: Asahi Shinbun

Premierminister mit Spende an Yasukuni Schrein

Dominik 29. April 2009

Der Japanische Premierminister Taro Aso hat, nach Angaben von Beratern, am vergangenen Mittwoch eine Geldspende in Höhe von 50.000 Yen an den Yasukuni Schrein getätigt. Laut Angaben soll die Spende auch offiziell im Namen des Premierministers durchgeführt worden sein. Dies geschah im Rahmen eines Shinto Frühlingsfestivals.

Im Gegensatz zu den Besuchen des früheren Premier Koizumi blieb die Kritik aus China und Korea eher gering.

China und Korea haben in der Vergangenheit immer wieder starke Kritik an den Besuchen des Schreins durch Politiker geübt. In selbigem werden unter anderem 14 A-Klasse Kriegsverbrecher verehrt, was vor allem durch die Trennung von Staat und Religion in Japan immer wieder für Diskussionen sorgt.

Quelle: Asahi Shinbun
Zum Artikel bei Asahi Shinbun

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