Sehenswürdigkeiten in Tokio

Stadtteil Shibuya

Dominik 16. Mai 2009

Aufregend, schnell, wandelbar, chaotisch, bunt, schrill und laut.

Nichts beschreibt Tokio besser als diese Adjektive und gleichzeitig könnte man sie auch als Innbegriff für den Stadtteil Shibuya nehmen. Tokio ist Shibuya und Shibuya ist Tokio. Kaum ein Stadtteil ist beschreibender für die Atmosphäre der Metropole und aus diesem Grunde greift auch Hollywood gerne darauf zurück, wie man am Beispiel von Lost in Translation sieht. Unter Touristen ist vor allem die große Kreuzung am Bahnhof legendär, an der in einer Ampelphase mehrere Hundert Menschen die Straße überqueren.

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Doch was hat Shibuya zu bieten?

Shibuya ist für meinen Geschmack nicht unbedingt ein Mekka für Shoppingfreunde, aber es gibt durchaus interessante Geschäfte für junge Mode wie z.B. Zara. Der CD und DVD Store HMV ist ebenfalls mit einer großen Filiale vertreten und wer möchte kann den ganzen Tag bei Tower Records nach den neusten Hits stöbern. Seit kurzem gibt es wohl auch endlich eine Book Off Filiale, die ich persönlich jedoch noch nicht besucht habe. Doch vor allem Abends, wenn man was trinken und essen möchte, offenbart sich der „Reichtum“ dieses Viertels. Mit seinen Unmengen an Bars und Izakaya wird man sicherlich eine Möglichkeit finden mit Freunden, bei Bier und gutem Essen, einige lustige Stunden zu verbringen und natürlich findet sich auch alle paar Meter eine Karaokebar. Nicht umsonst präsentiert der Sender VIVA seit einiger Zeit seine Karaokeshow unter dem Namen “Shibuya”.

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Ganz Mutige gehen zur Pizzakette Shakeys um dort für ca. 6-7 Euro beim „all you can eat“ Buffet zu schlemmen (Geschmack ist in Ordnung) und sich im Anschluss Perversitäten der japanischen Geschmacksnerven in Form von Nachtischpizza zu gönnen. Schokolade gefällig?

Mit etwas Glück wird man auch über Nacht zum Topmodel, denn jeden Tag wird in Shibuya nach attraktiven Ausländern gescoutet und vielleicht darf man eine bezahlte Modenschau laufen. Hier geht es um sehen und gesehen werden und im Kaufhaus 109 (ichi maru kyuu) werden regelmäßig neue Modetrends für die junge Generation gesetzt.

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Ein besonders beliebter Treffpunkt ist der Hachikô Ausgang am Bahnhof. Die große Hundestatue mit Namen Hachikô ist ein Denkmal für den gleichnamigen Wauwau, der seit seinem Tod 1935 als Innbegriff des „treuen Tieres“ in Japan gilt. Hachikô, einer der seltenen, reinrassigen Akita Hunde, wartete auch nach dem Tod seines Herrschens tagtäglich am Bahnhof um diesen abzuholen. Man kann wohl davon ausgehen, dass jedes Kind in Japan den Namen des Hundes und seine Geschichte kennt.

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Auch kann man hier Zeuge vieler verrückter Dinge wie z.B. dem verzweifelten Versuch amerikanischer Greenpeace Aktivisten „Rettet die Wale“ Flyer an Japaner zu verteilen, oder dem zweifelhaften Vergnügen von kostenlosen Umarmungen durch Gruppen junger Leute (die legendären „free hugs“ Schilder inklusive). Und wenn mal keine Nationalisten Anti-Chinesische Parolen unters Volk werfen, oder man mit Spenden für Erdbebenopfer genervt wird, dann lässt sich dort eine angenehme Zeit verbringen.

Chinatown in Yokohama

Dominik 12. Mai 2009

Mit über 200 Restaurants ist Chinatown in Yokohama die größte Chinatown in ganz Asien. Als 1895 die ersten chinesischen Immigranten nach Yokohama kamen, begann ein reger Handel mit dem chinesischen Festland und Hongkong. Nach und nach wurden chinesische Schulen und Einrichtungen gegründet, und mittlerweile ist Chinatown ein kulinarischer Magnet für Japanische und ausländische Touristen geworden. Dementsprechend teuer ist das Essen dort auch im Vergleich zum normalen “Fast Food” in Japan. Dennoch, wer die wirkliche Chinesische Küche austesten möchte, fernab vom Glutamatbuffet in Deutschland, der sollte Chinatown einen Besuch abstatten. Zwar kann man hier außer Schlemmen nicht allzu viel unternehmen, wer jedoch die Peking Enten erst einmal gesehen hat, der möchte nicht mehr nach Hause gehen.
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Von Shibuya aus kann man bis Yokohama und von dort aus nach Motomachi-Chûkagai Station fahren. Die Reise ist relativ günstig (nach Yokohama 430 Yen soweit ich mich richtig erinnere) und dauert 35 Minuten.
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Stadtteil Jiyugaoka

Dominik 12. Mai 2009

Jiyugaoka

Dieser Stadtteil in Meguro ist ähnlich wie Shimokitazawa ein absolutes „In“-Viertel, vor allem bei jungen Leuten wird Jiyugaoka immer wieder als DER Stadtteil in Tokio, wo man wohnen möchte, genannt. Prinzipiell hat Jiyugaoka jedoch nicht allzu viel zu bieten. Die Straßenzüge sind hier deutlich breiter als in Shimokita und der Fokus liegt auf Restaurants und Zakka Geschäften, wo Utensilien für den täglichen Bedarf, wie z.B. Küchengeräte, verkauft werden. Natürlich findet man auch hier wieder Mos Burger und Book Off, aber auch etwas exklusivere Ketten wie GAP und ZARA, was die Mädels sicherlich freuen wird.

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Das Zentrum schlängelt sich wieder einmal elegant um den Bahnhof der Tokyu Linie, der nur wenige Minuten von Shibuya entfernt, nahe am Tamagawa Fluss gelegen ist und bietet einen recht ansehnlichen Bahnhofsvorplatz. Beliebt ist das Viertel vor allem bei jungen Leuten, insbesondere jungen Damen. Schlendert man tiefer in die Seitenstraßen hinein, so hat man ein leicht europäisches Feeling, bedingt durch breite Fußgängerzonen mit Eisständen und Sitzmöglichkeiten in Hülle und Fülle, was es in Tokio eher selten gibt. Neben den obligatorischen Crepes-Ständen, an denen sich teilweise endlos lange Schlangen bilden, gibt es wiedermal kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt. Angefangen mit koreanischen, thailändischen und chinesischen Restaurants, sollte für jeden etwas passendes zu finden sein. Wieder einmal scheint hier die fehlende Hektik ausschlaggebend für die Beliebtheit dieser kleinen Oase der Ruhe zu sein.

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Stadtteil Shimokitazawa

Dominik 11. Mai 2009

Shimokitazawa

Während meines Aufenthalts in Tokio lag mein Wohnsitz im trendigen Stadtteil „Setagaya“, lediglich zwei Stationen von Shibuya entfernt. Vor allem in der Anfangsphase verbrachte ich viel Zeit damit die nähere Umgebung zu erkunden, was in einer so riesigen Stadt wie Tokio extrem spannend sein kann.

Als ich mal wieder zu Fuß unterwegs war kam ich zu einem netten, kleinen Viertel mit vielen Boutiquen und Restaurants, dass nur so vor jungen Leuten wimmelte. Neben den typischen Gebrauchtläden für Videospiele und DVD Filme, reihte sich die beliebte Schuhkette „ABC Mart“ ebenso ein, wie Mos Burger und Geschäfte für Markenklamotten. Wie bei vielen anderen Viertel ist auch hier in Shimokitazawa der Eki (Bahnhof) Dreh- und Angelpunkt der Stadtentwicklung. Für Tokio nahezu obligatorisch entstanden die großen Stadtzentren an den Bahnhöfen, wo die Ringbahnen aus den äußeren Stadtgebieten auf die Yamanote Linie treffen. Ebenso verhält es sich bei vielen kleineren Vierteln, wo für Pendler des öfteren ein kleines Einkaufsmekka geschaffen entstanden ist.

Shimokitazawa zeichnet sich vor allem durch die jugendliche Frische aus und ist im Gegensatz zum überhippen Harajuku sichtlich reifer und gesetzter. Während ich mich gegen Ende in Harajuku sehr unwohl gefühlt habe, war Shimokitazawa immer wieder für einen Besuch gut. Die Gegend ist vor allem für Live Musik Events in der Nähe des Bahnhofs bekannt, wo auch gerne mal Ausländer ihr Können mit der E-Gitarre demonstrieren.

Der Charme des Stadtteils geht jedoch von den kleinen, engen Gassen aus. Da die Häuserhöhe sehr moderat ist, vergisst man völlig in einer Metropole wie Tokio zu sein und kann den täglichen Stress bei einem gepflegten Einkaufsbummel für kurze Zeit vergessen. Dies ist auch generell ein Teil der Faszination Tokios. Nicht nur das hier Kultur und Moderne Hand in Hand gehen, es reicht manchmal auch einige wenige Meter zu gehen und man fühlt sich schlagartig in einen kleinen, ruhigen Vorort versetzt, der die Wolkenkratzer von Shinjuku und die Karaokebars von Shibuya missen lässt.

Wer nicht wie ich zu Fuß nach „Shimokita“, wie es auch genannt wird, gehen möchte, der sollte die kurze Reise von Shibuya aus mit der Keiô Inokashira Sen, die nebenbei bemerkt auch nach Enoshima fährt, antreten.

Ueno Zoo 上野動物園

Dominik 28. April 2009

Hinter dem Ueno Bahnhof, in einem der beliebtesten Parks um sich das Blühen der Kirschblüten anzusehen, liegt der Ueno Zoo.

Ueno Zoo

Ueno Zoo

Der Zoo wird direkt durch die Stadt verwaltet und wurde 1882 gegründet. Somit ist er der älteste aber auch gleichzeitig der beliebteste Zoo in Japan. Während des Zweiten Weltkriegs sollten alle “gefährlichen” Tiere des Zoo`s vergiftet werden um zu verhindern, dass im Falle eines Bombenabwurfest wilde Löwen und Elefanten etc. durch die Straßen von Tokio rennen. Die 3 Elefanten des Ueno Zoo`s jedoch weigerten sich das vergiftete Futter zu sich zu nehmen und verhungerten damals qualvoll.

Der einzige Panda des Tierparks starb während meines Aufenthalts 2008. Dank der Hilfe Chinas jedoch gibt es mittlerweile ein Leihpärchen.

Der Park ist im übrigen zweigeteilt und wird durch eine Einschienenbahn verbunden. Der Eintrittspreis ist mit 600 Yen / Person sehr moderat, allerdings sollte man sich nicht zu viel erwarten, denn der Zoo platzt aus allen Nähten.

Hier setze ich auch meinen Kritikpunkt an, denn es war äußerst auffällig das sowohl Eisbären, als auch die Tiger einige starke Verhaltensstörungen aufweisen.

Ueno Zoo

Ueno Zoo

Demnach möchte ich eigentlich auch keine absolute Empfehlung für einen Besuch des Parks abgeben. Ich war doch reichlich schockiert über die Enge der Käfige und das absolut intollerante Verhalten einiger Japanischer Besucher, die unentwegt mit Blitzlicht fotografierten. Wer sich den Zoo ansehen möchte soll es machen, aber wer es nicht tut verpasst auch nichts.  Es gibt eindeutig schönere Zoo`s im Gebiet Tokio die man aufsuchen sollte.

Eisbär

Eisbär

Linktipp:
Tokyo Zoo

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